Sanierung verzögert sich um ein halbes Jahr – Lieferprobleme bei Lüftungsanlagen
Rotbachhalle bis Februar gesperrt
VON ULLA JÜRGENSONN

Erftstadt-Lechenich. Im kommenden Winter wird es eng für die Erftstädter Sportvereine: Die Sanierung der Rotbachhalle am Lechenicher Schulzentrum verzögert sich. Eigentlich sollte die Halle zum Ende Sommerferien fertig sind, jetzt steht als neuer Termin der 15. Februar des kommenden Jahres im Raum.

Das teilt die Technische Beigeordnete Monika Hallstein unter dem Punkt „Mitteilungen der Verwaltung“ auf der Tagesordnung des Sportausschusses mit, der am Donnerstag, 20. August, 18 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses tagt.

CDU fordert Klärung

Die Lüftungsgeräte, die in der Rotbachhalle montiert werden sollten, seien Sonderanfertigungen, heißt es da, und hätten Lieferzeiten von mindestens drei Monaten. Durch die Corona-Pandemie seien die Auftragsbücher gerade von Firmen für Lüftungstechnik derzeit mehr als voll, die Aufträge könnten auch jetzt erst abgearbeitet werden. Die aktuelle Terminplanung des beauftragten Büros sieht eine Übergabe der Rotbachhalle mit neuer Lüftung und Heizung, neuem Boden und Prallschutz erst im Februar vor.

Der CDU-Stadtverordnete Michael Schmalen verlangt nun, dass die Ausschreibungsunterlagen für das Projekt offengelegt werden – auch damit die Stadt gegebenenfalls Regressansprüche stellen könne. Eine derartige Verzögerung sei nicht hinnehmbar, schreibt Schmalen an Bürgermeister Volker Erner. Es sei eindeutiger Wille der Politik gewesen, dass die Arbeiten im Sommer durchgeführt werden, um den Schul- und Vereinssport so wenig wie möglich einzuschränken. Ursprünglich seien vier bis fünf Monate Bauzeit eingeplant gewesen.

Der Christdemokrat fürchtet, dass die Verzögerung die Vereine hart trifft. Nachdem wegen der Corona-Krise seit März weder Schul- noch Vereinssport habe stattfinden können, hätten sich die Vereine darauf vorbereitet, jetzt wieder starten zu können. Schmalen fürchtet langfristige negative Folgen: Wenn die Halle nicht genutzt werden könne, müssten Vereine Mannschaften zurückziehen, Mitglieder würden austreten.

Ohnehin gibt es in den Sporthallen in Erftstadt keine freien Kapazitäten mehr, auf die betroffene Vereine ausweichen könnten. Einer hat ohnehin schon die Segel gestrichen: Die LAC Erftstadt hat sich zum Ende des vergangenen Jahres aufgelöst. Die Inline-Hockeyspieler hätten in der sanierten Halle nicht mehr trainieren oder spielen dürfen, weil die Rollschuhe den neuen Boden beschädigt hätten.